Push oder Pull? Produktion lean steuern.

Gibt es in Ihrem Unternehmen Mitarbeiter, die Auftragsterminen hinterherlaufen, vulgo Terminjäger, um Kunden pünktlich beliefern zu können? Wenn ja, lohnt sich das Weiterlesen. Falls nein, weil Sie schon über Industrie 4.0 , die digitale Fabrik und Losgröße 1 nachdenken, bleiben Push oder Pull und Auftragssteuerung wichtige Grundlagenthemen.

Fangen wir am entscheidenden Punkt an. Wo in der Lieferkette schlägt der Kundenauftrag auf? Ganz am Ende im Distributionszentrum, am Anfang vor der Materialbeschaffung oder irgendwo dazwischen? Dort befindet sich der sogenannte „Order-Entry-Point“ (OEP), spätestens ab hier gilt Pull (vom Kunden). 

Push oder Pull? Wenn es um geeignete Verfahren zur Fertigungssteuerung geht, ist es wichtig, sich folgendes klar zu machen: je weiter „upstream“ dieser OEP greift, desto konsequenter lässt sich eine pull-orientierte Steuerung realisieren. Wo Push auf Pull trifft, befindet sich zwangsläufig ein Materialbestand zur Entkopplung der beiden „gegenläufigen“ Lieferkettenabschnitte (siehe Bild 1). Weiterlesen

Veröffentlicht unter Artikel, Grundbausteine des Supply Chain Management | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Wachsen oder verkümmern? SCM Konzepte brauchen Pflege.

Es ist Frühling, die passende Zeit mal über Wachsen und Gedeihen in Führungsprozessen von Supply Chains nachzudenken. Auch SCM Konzepte brauchen Pflege.

Nicht nur Gärtner brauchen Werkzeuge zur Pflege, SCM Führung ebenfalls

Nicht nur Gärtner brauchen Werkzeuge zur Pflege, SCM Führung ebenfalls

Manchmal ist es schon verwunderlich wie auch tolle Ansätze mit der Zeit weit hinter ihren Möglichkeiten bleiben. Dabei hatte das Projekt ja nicht nur gut begonnen, sondern wurde auch erfolgreich abgeschlossen. Mit neuen Ideen, Mut und einiger Anstrengung wurden Durchlaufzeiten stabiler und kürzer, Termine pünktlicher und Kosten geringer – und das anhaltend. Wirklich anhaltend? Alles eine Frage des Anspruchs und des Zeithorizonts. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Artikel | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Der menschliche Faktor in der Supply Chain.

Mein Idealbild einer Supply Chain ist eine Mischung aus Amazon (durchgängige Prozesse) und Mandarin Oriental (super Service). Perfektion im Ergebnis gehört nicht zwingend dazu, das Streben genügt.

Irren ist menschlich …

und auch Computer finden Grenzen. Selbst Amazon vollbringt keine Wunder. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Artikel | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Schnelle Regelschleifen

Industrie 4.0 – Organisation wichtiger als Technik.

Zum Jahresende greift bei vielen Unternehmen die Unsitte um sich, Lagerbestände herunter zu fahren, um die Stichtags-Bilanz zu schönen. (Warum eigentlich bleibt man nicht das ganze neue Jahr über auf dem niedrigeren Niveau?) Die Folge, sinkender Auftragseingang bei den Zulieferern. Für die wiederum ist dieses Signal mehrdeutig. Geht die Marktnachfrage tatsächlich zurück oder handelt es sich nur um ein kosmetisches Ritual? Die Konsequenzen wären recht unterschiedlich. Im ersten Fall müssten die eigenen Kapazitäten angepasst werden, im zweiten Fall gibt es unterschiedliche Strategien. Woher weiß ich, was die Situation bedeutet und wie will ich agieren? Weiterlesen

Veröffentlicht unter Artikel | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Wir lernen das!

Oder, was lean und Supply Chain Management mit Schwimmen zu tun haben.

Wir lernen das. Beispielsweise schwimmen. Oder miteinander sprechen, wenn Konflikte entstehen. Genauer hinsehen, wenn es etwas schlecht oder gar nicht läuft. Nochmal anfangen, wenn der erste Anlauf gescheitert ist.

Im Moment sind wir äußerst verunsichert, wie wir den Zustrom an Flüchtlingen in Deutschland bewältigen können. Befürchtungen überwiegen die Hoffnungen. Wir Menschen sind aber keine guten Prognostiker. Statt über die Zukunft zu spekulieren, sollten wir lieber etwas tun und dabei lernen wie es geht, die Dinge zu gestalten. Das „Gute“ an der Flüchtlingssituation ist, dass wir nicht einfach abwarten können, wir müssen handeln oder ersatzweise an andere appellieren, tätig zu werden. Ähnlich geht es im Unternehmen. Wenn es eine Krise gibt, ist Aktion gefordert. Aber nicht irgendwie, sondern mit Ziel und vor allem als Lernprozess. Und wenn es keine Krise gibt, ist es vielleicht an der Zeit, dieses Unbehagen selber zu schaffen, um nicht in Bequemlichkeit zu erstarren. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Artikel | Verschlagwortet mit , , , , | 1 Kommentar