Autopilot oder selber Herr der Lage?

Vulkanwolken und Finanzkrisen als Weckruf zur Besinnung – auch für Supply Chain Manager.

In den letzten Wochen haben uns Finanzkrisen und Vulkanwolken in Atem gehalten – und globale Lieferketten außer Tritt gebracht. Das ist an sich nicht so schlimm, zeigt aber die Anfälligkeit hoch vernetzter Supply Chains ohne große Reserven. Bedenklicher dagegen ist die Art und Weise, wie wir in solche Situationen geraten bzw. wie wir damit umgehen. Diese Verhaltensweisen treten natürlich auch im kleineren Maßstab auf, an Großereignissen werde sie jedoch plakativ sichtbar.

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Klassische Tugenden im Lieferketten Management

Was hätte Platon den Logistikern geraten?

Vordergründig werden in Logistik und Supply Chain Management meist sachorientierte Probleme verhandelt. Globalisierung von Beschaffung, Produktion und Distribution. Optimierung von Verfügbarkeit und Kapitalbindung. Reduzierung von Lagerstufen oder generell von Aufwand. Lieferketten sind jedoch weit verzweigte Querschnittsprozesse mit vielen Beteiligten, die häufig unterschiedliche Interessen verfolgen und sich teilweise auch gar nicht kennen. Im Kern geht es um die Zusammenarbeit untereinander. Was im eigenen Unternehmen manchmal Mühe macht, bleibt über Firmen- und Kulturgrenzen hinweg erst recht an unterschätzten Stolpersteinen hängen. Dabei erscheinen die Maximen unseres Handelns immer sehr rational. Auch wenn manches eher kurzfristig und egoistisch motiviert ist oder wir mehr getrieben sind als frei agieren. Ein guter Grund, unser Wollen und Tun mal an einem anderen Maßstab zu spiegeln, den vier klassischen Tugenden (Platon): Klugheit, Gerechtigkeit, Tapferkeit und Mäßigung. Weiterlesen

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Der Bullwhip Effekt – „den Letzten beißen die Hunde“

Was geht uns das heute an? Nun, in ruhigeren Zeiten versteckt sich dieses Aufschaukeln von Schwankungen der Kundennachfrage in Pufferbeständen oder -kapazitäten. Jetzt, wo es wieder aufwärts geht, reichen diese Puffer nicht. Die Auftragsbücher füllen sich unerwartet schnell. Es entstehen erste Lieferengpässe. Was ist „echt“, was könnte sich als Strohfeuer entpuppen? Schwer zu sagen. Das einzige, was hilft: Schauen Sie auf die Kunden Ihrer Kunden. Weiterlesen

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Der Bullwhip Effekt

Wertschöpfungsketten geraten häufig „in Schwingung“. Dabei nimmt die Schwankungsbreite der Nachfrage vom Endabnehmer bis zu den Vorlieferanten (stromaufwärts), drastisch zu.

Ursprünglich wurde dieser Peitschen- oder Bullwhip-Effekt gar nicht im Zusammenhang mit Lieferketten beobachtet. Ray Forrester, Professor am MIT, entdeckte dieses Phänomen 1958, als er das Verhalten komplexer Systeme studierte. Allgemein bekannt wurde sein 1961 entwickeltes „Beer-Game“. Es zeigt das Entstehen des Bullwhip Effektes sehr anschaulich. Erst drei Jahrzehnte später wurde der Bullwhip in Lieferketten beschrieben: Weiterlesen

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Lean Manufacturing und die Dynamik in Lieferketten

Dieses Thema ergab sich vor einigen Tagen in einem sehr anregenden abendlichen Gespräch mit Joachim Klesius, einem ausgewiesenen Lean Experten. Einige Aspekte, die mir wichtig erscheinen, will ich hier aufgreifen:

Viele Industrieunternehmen arbeiteten krisenbedingt im vergangenen Jahr im Notfallmodus. Mit Erreichen einer gewissen Stabilität, müssen sie nun umschalten, um im Wettbewerb nicht den Anschluss zu verlieren. Häufig ist ein Stau von Verbesserungsvorhaben entstanden. Statt aber zur alten Tagesordnung überzugehen, tut eine Denkpause not. Worauf kommt es an? Weiterlesen

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