Das Ende der optimalen Losgröße

„Das erste Stück ist noch nicht aus der Maschine gefallen und schon sind 1.000 € verbraten für all das, was an Bereitstellung, Rüsten und anderen Aktivitäten rund um den Fertigungsauftrag anfällt“. Keine untypische Klage für einen Fertigungsleiter, der mit vielen kleinen Auftragsmengen konfrontiert ist und die Produktivität seiner Anlagen und Maschinen schwinden sieht. Was aber ist „produktiv“? Eine typische Antwort heißt Losgrößenoptimierung (nach Andler oder EOQ). Diese Frage stellt sich in allen Herstellprozessen, die in ein Lager fertigen, egal, ob Serien- oder Fließfertigung. Und meist entstehen dabei viel zu große Lose.

Nun will ich nicht „Das Ziel“ von Eliyanu Goldratt referieren (die Lektüre lohnt sich noch immer), sondern drei Situationen anreißen, wo kalkulatorisch optimale Losgrößen dennoch auf die falsche Fährte führen: Weiterlesen

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Gute Fehler, schlechte Fehler

Wer keine Fehler macht, tut offenbar nichts. Noch schlimmer, er lernt auch nichts. Aus Fehlern lernen wir weit mehr, als aus Erfolgen. Jeder kennt das. Man muss nur kleinen Kindern zuschauen, wie sie sich durch Irrtum und Erfolg die Welt erschließen. Erwachsene vergessen das zuweilen und verfolgen die Strategie „keine Experimente“ (falls man so etwas überhaupt als Strategie gelten lassen will). Fehler machen sie dennoch, mit einiger Wahrscheinlichkeit sogar eher „schlechte“ Fehler.

Schlechte Fehler sind Ereignisse, die uns nicht weiterbringen und die im schlimmsten Fall auch noch anderen sehr schaden. Gute Fehler können zwar teuer sein, der Lerneffekt jedoch kompensiert den Preis bei weitem. Ob ein Fehler eher gut als schlecht ist, liegt teils in der Natur des Problems, teils daran, was man als Person oder Organisation daraus macht. Weiterlesen

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Vom Gelingen

Strategie und Umsetzung sind die Zauberworte von Managern und Beratern. Am Ende kommt es auf’s Machen an. Und da geht bekanntlich vieles schief. Auch mit Change Management lassen sich nicht immer Wunder vollbringen. Manchmal stellt sich der Mensch einfach quer und tut nicht, was er soll.

Gerald Hüther ist Neurobiologie, Hirnforscher und Professor in Göttingen (www.gerald-huether.de). Letzte Woche sollte er Medizinern etwas über die Selbstverantwortung des Menschen für seine Gesundheit erzählen. Tat er aber nicht. Er wusste was Besseres.

Wissen wie’s geht?
„Wir wüssten schon, wie ein guter Kirschkuchen aussieht, wir wissen nur nicht, wie wir ihn machen sollen.“ Und selbst wenn wir es wissen, schaffen wir es häufig nicht, anderen unsere Erkenntnis zu vermitteln. Oder wie es mein alter Mathe-Lehrer, Herr Sättele, ausdrückte: „Erfahrung lehrt, dass Erfahrung nicht lehrbar ist.“

Wir haben also ein Umsetzungsproblem. Aber das wussten wir ja schon. Weiterlesen

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Produktionssteuerung und Termintreue: Wo sind die Hebel?

Das Thema ist alles andere als neu, aber gerade in Zeiten von Wachstum hoch aktuell: Lieferversprechen einhalten und knappe Ressourcen optimal nutzen. Genau das macht eine effektive Auftrags- und Produktionssteuerung in der herstellenden Industrie aus. Optimal ist, was direkt Kundenumsatz bringt oder was zumindest mittelbar Kundennutzen schafft. Alles andere ist „Verschwendung“. Genügt Ihre Praxis der Kundenauftrags- und Produktionssteuerung diesem Anspruch?

Zielklarheit
Worauf kommt es an? Zunächst braucht man eine klare Zielvorstellung. Geht es primär darum, kurze Durchlaufzeiten zu realisieren und sehr verlässlich einzuhalten oder geht es um die möglichst hohe Auslastung der vorhandenen Kapazitäten (unter Inkaufnahme erhöhter Bestände an Zwischen- und Endprodukten)? Beides gleichzeitig zu wollen ist verständlich, führt aber zu Murks. Ohne klare Linie kein Erfolg.

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Risikomanagement in der Supply Chain – kleine Zuflucht vor Schwarzen Schwänen

Dominoeffekt wegen Lieferausfällen in Japan (Handelsblatt vom 25.03.2011), Angst in Industrie: Reißt die Lieferkette (Die Welt vom 25.03.2011), Werke in Japan stehen länger still (Handelsblatt vom 23.03.2011). Ferne Krisen sind zunehmend auch unsere Krisen. Wir merken es nur nicht immer sofort.

Die verheerende Natur- und Umweltkatastrophe in Japan ist ein Schwarzer Schwan (vgl. auch Buch von Nassim Nicholas Taleb). Ein äußerst unwahrscheinliches Ereignis. Es kündigt sich nicht an, tritt aber dennoch ein. Japan ist zwei bis acht Wochen von uns weg. Solange reichen beispielsweise die elektronischen High-Tech-Bauteile japanischer Herkunft, die unterwegs oder schon in Europa sind, für die planmäßige Versorgung deutscher Elektronikhersteller. Und dann? Sind die Fabriken noch in Takt? Wie schnell kann wieder mit der üblichen Ausbeute produziert werden? Wann klappt die Logistik wieder einigermaßen reibungslos? Wer wird zuerst mit knappen Komponenten beliefert? Zu welchen Preisen?

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